Chelonia mydas

Wissenfschaftlicher Name
Größe
Tiefenbereich
Ernährung
Verhalten
Häufigkeit auf Zypern
Schutzstatus
Heimisch/Eingewandert
Chelonia mydas
Panzerlänge meist 80 bis 120 cm, maximal etwa 150 cm
0 bis über 50 Meter, häufig in flachen Küstengewässern
Erwachsene Tiere hauptsächlich Seegras und Algen; Jungtiere zusätzlich kleine Wirbellose
Meist einzelgängerisch, regelmäßig zum Luftholen an die Oberfläche
Regelmäßig anzutreffen, besonders an der Ostküste
Global derzeit „Least Concern“ (IUCN); regional weiterhin stark geschützt und lokal bedroht
Heimische Art und wichtiger Brutgast im östlichen Mittelmeer
Die Grüne Meeresschildkröte gehört zu den bekanntesten Meeresbewohnern Zyperns. Sie ist die größte pflanzenfressende Meeresschildkröte der Welt und wird regelmäßig an Tauchplätzen wie Green Bay bei Protaras beobachtet. Zypern zählt zu den wichtigsten Nistgebieten dieser Art im Mittelmeer.
Zypern gehört zu den wichtigsten Fortpflanzungsgebieten der Grünen Meeresschildkröte (Chelonia mydas) im Mittelmeer. Die Tiere nutzen sowohl geschützte Niststrände als auch die küstennahen Seegraswiesen der Insel als Nahrungsgebiete. Besonders Bereiche mit Vorkommen von Cymodocea nodosa sind für die Art von großer Bedeutung, da diese Seegräser einen wichtigen Teil ihrer Nahrung darstellen.
Früher galt die Green Bay bei Protaras als einer der zuverlässigsten Orte für Schildkrötensichtungen. In den letzten Jahren ist die Zahl der Begegnungen dort jedoch spürbar zurückgegangen. Ein wesentlicher Grund dafür ist das illegale Anfüttern von Meeresschildkröten durch Ausflugs- und Touristenboote. Dadurch verlieren die Tiere ihre natürliche Scheu und verbringen mehr Zeit an der Wasseroberfläche in der Nähe von Booten. Dies erhöht das Risiko von Kollisionen mit Schiffen und Propellern erheblich.
Im Rahmen von Project Xenios dokumentiert das Cyprus Diving Centre seit mehreren Jahren systematisch Schildkrötensichtungen in der Region. Die erhobenen Daten helfen dabei, Entwicklungen der lokalen Population besser zu verstehen und Veränderungen bei Sichtungshäufigkeiten frühzeitig zu erkennen. Die Grüne Meeresschildkröte bleibt weiterhin ein charakteristischer Bewohner der zypriotischen Küstengewässer, Sichtungen sind jedoch nicht mehr so regelmäßig wie noch vor einigen Jahren.
Die Grüne Meeresschildkröte ist die einzige Meeresschildkröte, die sich als erwachsenes Tier überwiegend pflanzlich ernährt. Sie grast Seegraswiesen ähnlich einem „Unterwasser-Rasenmäher“ ab und trägt damit wesentlich zur Gesundheit dieser Ökosysteme bei. Weibchen legen in mehrjährigen Abständen weite Wanderungen von teilweise mehreren tausend Kilometern zurück, um an jene Strände zurückzukehren, an denen sie selbst geschlüpft sind. Wissenschaftler gehen davon aus, dass sie sich dabei unter anderem am Erdmagnetfeld orientieren.
Für Taucher, Schnorchler und Schwimmer gilt: Schildkröten sollten niemals gefüttert, berührt oder verfolgt werden. Gerade auf Zypern stellt das Anfüttern durch Ausflugsboote ein ernstes Problem dar, da die Tiere dadurch ihre natürliche Scheu verlieren und sich länger an der Wasseroberfläche aufhalten. Dies erhöht das Risiko von Kollisionen mit Booten erheblich. Ebenfalls konnten wir schon beobachten, wie Meeresschildkröten gegenüber Menschen aggressiver wurden.
Besonders gute Chancen bestehen in der Green Bay bei Protaras sowie an anderen Küstenabschnitten mit Seegraswiesen.
Erwachsene Tiere ernähren sich hauptsächlich von Seegras und Algen. Dadurch spielen sie eine wichtige Rolle für gesunde Küstenökosysteme.
Durch das Füttern verlieren sie ihre natürliche Scheu vor Booten, verbringen mehr Zeit an der Oberfläche und werden dadurch häufiger von Schiffsschrauben verletzt.