top of page

Rotfeuerfisch

Pterois miles

Squids.jpg

Steckbrief

Wissenfschaftlicher Name

Größe

Tiefenbereich

Ernährung

Verhalten

Häufigkeit auf Zypern

Schutzstatus

Heimisch/Eingewandert

Pterois miles

Meist 20 bis 35 cm, maximal etwa 45 cm

1 bis über 100 Meter

Räuberisch; kleine Fische, Garnelen, Krebstiere und andere Wirbellose

Meist einzelgängerisch, territorial und dämmerungsaktiv

Mittlerweile häufig und weiter zunehmend

Kein Schutzstatus im Mittelmeer, invasive Art

Lessepsischer Einwanderer aus dem Roten Meer

Der Rotfeuerfisch (Pterois miles) gehört zu den auffälligsten invasiven Arten im Mittelmeer. Mit seinen langen Flossenstrahlen und der rot-weißen Zeichnung ist er leicht zu erkennen. Seit seiner Einwanderung über den Suezkanal hat sich die Art rund um Zypern stark ausgebreitet und wird heute an vielen Tauchplätzen regelmäßig gesichtet. Seine Stacheln sind giftig, dennoch gilt er auch als ausgezeichneter Speisefisch.

Vorkommen & Tauchplätze auf Zypern

Der Rotfeuerfisch stammt ursprünglich aus dem Indischen Ozean und dem Roten Meer. Über den Suezkanal gelangte er ins Mittelmeer und wurde erstmals in den 2010er Jahren regelmäßig vor Zypern nachgewiesen. Heute zählt Zypern zu den Regionen mit den höchsten Bestandsdichten im Mittelmeer. Die Art besiedelt Felsriffe, Höhlen, Wracks, Steilwände und künstliche Riffe von wenigen Metern Tiefe bis weit über die Sporttauchgrenze hinaus.


Taucher können Rotfeuerfische mittlerweile fast überall rund um die Insel antreffen. Besonders häufig werden sie an strukturreichen Tauchplätzen wie Zenobia, Caves & Tunnels, Cyclops Cave sowie an vielen natürlichen Felsformationen rund um Kap Greco beobachtet. Sichtungen sind ganzjährig möglich und die Bestände nehmen weiterhin zu.

Verhalten & Besonderheiten unter Wasser

Der Rotfeuerfisch ist ein äußerst effizienter Lauerjäger. Mit seinen ausgebreiteten Brustflossen treibt er kleine Fische in die Enge und saugt sie blitzschnell ein. Seine Rücken-, Bauch- und Afterstacheln enthalten ein Gift, das bei Berührung sehr schmerzhafte Verletzungen verursachen kann. Für Taucher gilt daher: anschauen ja, anfassen nein.


Für das Mittelmeer stellt die Art ein bedeutendes ökologisches Problem dar. Rotfeuerfische vermehren sich schnell, erreichen hohe Bestandsdichten und fressen große Mengen einheimischer Jungfische. Gleichzeitig fehlen vielerorts natürliche Feinde. Als möglicher Grund gilt unter anderem die jahrzehntelange Überfischung großer Raubfische wie Haie und Zackenbarsche, die potenziell einen Teil der Population kontrollieren könnten.


Dennoch gibt es erste positive Beobachtungen: Im östlichen Mittelmeer wurden bereits Zackenbarsche, verschiedene Haiarten sowie Oktopusse als mögliche natürliche Feinde dokumentiert. Auch vom invasiven Hasenkopf-Kugelfisch (Lagocephalus sceleratus) gibt es Beobachtungen von Interaktionen mit Rotfeuerfischen. Ob diese Arten langfristig zu einer wirksamen natürlichen Regulierung beitragen können, ist derzeit noch Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen.


Eine Besonderheit ist zudem, dass Rotfeuerfische ausgezeichnet essbar sind. Das Fleisch ist weiß, fest, grätenarm und gilt als sehr schmackhaft. Nach fachgerechter Entfernung der Giftstacheln ist der Verzehr völlig unproblematisch. In vielen Regionen wird deshalb gezielt zum Fang und Verzehr von Rotfeuerfischen aufgerufen, um ihre Ausbreitung einzudämmen.

Häufige Fragen (FAQ)


Ist der Rotfeuerfisch für Taucher gefährlich?

Die Stacheln sind giftig und können schmerzhafte Verletzungen verursachen. Rotfeuerfische sind jedoch nicht aggressiv und greifen Menschen nicht aktiv an.


Warum breitet sich der Rotfeuerfisch im Mittelmeer so stark aus?

Die Art vermehrt sich sehr schnell und findet im Mittelmeer bislang nur wenige natürliche Feinde. Gleichzeitig sind viele große Raubfische wie Haie und Zackenbarsche durch Überfischung deutlich seltener geworden.


Kann man Rotfeuerfische essen?

Ja. Nach dem Entfernen der Giftstacheln ist der Rotfeuerfisch ein hervorragender Speisefisch mit festem, weißem Fleisch.

Dieser Eintrag wurde erfasst von

Daniel "KID"

Informationen

Öffnungszeiten

Saison 2026 1. April bis 15. November

Montag - Sonntag  09:00 - 17:00​​​​

padi-eco-dive-center-zypern-tauchen.png
TecRec Centre Logo.jpg

Links

Kontakt

Cyprus Diving Centre - Tauchen auf Zypern

13 Aphrodite Street

5296 Pernera

+357 99 399 404 (Whatsapp)

info@cyprus-divingcentre.com

  • Facebook
  • Instagram
  • TripAdvisor
  • Youtube
bottom of page